Butter im alten Glanz

Butter im alten Glanz
Quelle: Medical News Today

Butter. Köstlich, cremig, leicht zuzubereiten und für lange Zeit der Bösewicht auf der kulinarischen Bühne. Aber Tatsache ist, dass Butter nicht immer einen schlechten Ruf hatte. Es gab eine Zeit, in der Butter für Brotfreunde auf der ganzen Welt als Aufstrich die erste Wahl war. Dann wurde Butter ganz plötzlich zur Ursache von Herzerkrankungen erklärt und Margarine zur ungefährlichen, gesünderen Alternative. Ich habe liebevolle Kindheitserinnerungen an Butter und erinnere mich, dass ich sie sogar so sehr mochte, dass ich sie mir als Geburtstagsgeschenk wünschte.

Butter hat eine lange, ereignisreiche Geschichte, die mindestens 10.000 Jahre zurückreicht. Damals hatte sie einen witzigen Namen, der wohl Kuhkäse bedeuten sollte, und im Laufe der Geschichte diente sie den unterschiedlichsten Zwecken. Sie wurde auf der Haut, in den Haaren, in den Augen und im Essen und Trinken verwendet. Sie wurde als so bedeutend betrachtet, dass man in manchen Kulturen darauf bestand, mit Butter begraben zu werden! Und für Butter ist heute wieder alles beim Alten. Sie hat was ihre Beliebtheit angeht ein wahres Revival erlebt und den ungesunden Ruf, der ihr lange Zeit vorauseilte, endlich abgelegt.

Bevor die Butter jedoch ihr Comeback erleben durfte, hatte sie einen so schlechten Ruf, dass Gesundheitsexperten sogar von einem Glücksspiel – ein Glücksspiel mit dem Herzen – sprachen! Heute, nach der Besinnung auf die Ursprünge der Butter, weiß man, dass ihre Konsequenzen so harmlos sind wie eine oder zwei kostenlose Runden am Spielautomaten. Es gibt viele Gründe dafür, dass Butter wieder in ihrem alten Glanz erstrahlt. Einer davon ist eine einfache Wahrheit: Butter ist nicht ungesund, und das wurde bewiesen. In den Fällen, in denen Butter ungesund ist, ist sie in der Regel Teil eines komplexeren Problems. Ein gutes Beispiel wäre der Verzehr von Toastbrot mit Butter. Die Butter ist in Ordnung, der Toast hingegen  ist es nicht, denn er entsteht in einem Verarbeitungsvorgang, bei dem unter anderem Auszugsmehl zum Einsatz kommt. Außerdem ist es eine Frage des gemäßigten Verzehrs. Diäten wie Banting, Atkins, intermittierendes Fasten und Paleo haben ihren Teil dazu beigetragen, den Mythos zu widerlegen, dass Butter schlecht ist. Diese Ernährungskonzepte unterstützen die Verwendung von Butter zusammen mit einer Auswahl bestimmter Lebensmittel zum Zwecke der Gewichtsabnahme. In diesem Sinne möchte ich der Butter huldigen und Ihnen alle fünf Gründe  dafür nennen, warum Sie sich beim Butteressen nicht schuldig fühlen müssen.

Fünf Gründe, warum Sie sich beim Butteressen nicht schuldig fühlen müssen

Fünf Gründe, warum Sie sich beim Butteressen nicht schuldig fühlen müssen
Quelle: Wikipedia
  1. Verbesserte Sexualleistung

Butter ist nicht nur ein köstlicher, vielseitiger Leckerbissen im kulinarischen Bereich, sie ist auch verdammt gut für Ihre Gesundheit. Und worin könnte das deutlicher zum Ausdruck kommen, als durch Ihre gesteigerte Manneskraft? Butter enthält fettlösliche Vitamine, und diese Vitamine können die sexuelle Leistungsfähigkeit verbessern. Schlüsselvitamine wie Vitamin A und D kommen aus der Butter, und wenn mir das Netz die Wahrheit sagt, können diese die Libido stärken. In der Tat gab es im Bereich der sexuellen Libido in den letzten Jahrzehnten, in denen  der Ruf der Butter schlecht war und Margarine die Führung übernahm, einen Rückgang. Butter ging und Viagra kam, aber wer weiß? Vielleicht wird sich das alles bald ändern.

  1. Ein großartiges Antioxidans

Ich denke, dass der vormals schlechte Ruf der Butter stark mit der kapitalistischen Wirtschaft in Verbindung steht. Warum sollte man zulassen, dass Menschen auf relativ kostengünstige Art wichtige Nährstoffe erhalten und ihr Immunsystem stärken, wenn man sie auch für teure Vitamine und Tabletten bezahlen lassen kann? Butter ist dank ihrer starken antioxidativen Eigenschaften eine der wichtigsten Stützen des Immunsystems. Der hauptverantwortliche Nährstoff ist dabei das Carotin, das in Butter reichlich vorhanden ist und nach dem Verzehr mindestens zu 60% in krankheitsresistente Verbindungen umgewandelt wird. Die Körperteile, die hiervon am meisten profitieren, sind Mund, Augen, Haut, Verdauungssystem und Harnwege.

  1. Bessere Herzfunktion

Ob Sie es glauben oder nicht, Butter ist in der Tat gut fürs Herz. Sie enthält HDL-Cholesterin, oft als das gute Cholesterin bezeichnet, welches dabei hilft, das schlechte Cholesterin, auch bekannt als Omega-6-Fettsäuren, zu reduzieren und abzubauen. Um es anders auszudrücken: Butter kann, wenn sie konsistent und in Maßen konsumiert wird, als Bremse für lebensbedrohliche Krankheiten wie Herzinfarkte und Schlaganfälle dienen.

  1. Linderung der Auswirkungen von Arthritis

Butter enthält Stigmasterol oder Stigmasterin, ein Pflanzensterol, das im Englischen Sprachraum auch als „Wulzen Anti-Stiffness Factor“ bekannt ist. Jedenfalls ist es Teil des Butter-Erlebnis und entscheidend ist, dass es hilft, der Verkalkung der Gelenke vorzubeugen.

  1. Stärkere Knochen

In Verbindung mit dem eben genannten Fakt Nr. 4 steht die Stärkung der Knochen als Auswirkung wichtiger Mineralien wie Selen, Zink, Kupfer und Magnesium. Diese Mineralien tragen alle zur Gesundheit der Knochen und zum Knochenwachstum bei. Und wenn Sie in die Jahre kommen, dann ist das vielleicht wichtiger, als Sie denken.

Ein Wort zum Abschluss

Wenn Sie es so weit geschafft haben, dann haben Sie echtes, persönliches Interesse an Butter, und das ist gut. Ich muss hinzufügen, dass dieser Artikel keine Lizenz ist, maßlos der Butter zu frönen, sondern lediglich eine Anerkennung ihrer gesundheitlichen Vorzüge. Wie bei vielen Dingen, die man essen kann, ist es wichtig, mit Zurückhaltung und Disziplin an die Sache zu gehen. Sollten Sie sich außerdem in einer kritischen gesundheitlichen Situation befinden oder Ihr Gewicht reduzieren müssen, dann nähern Sie sich Butter stets mit einer gewissen Vorsicht. Vielleicht lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ernährungsberater beraten, bevor Sie die Butter in Ihr Leben zurückbringen.

Quellen: