Wer war Pablo Picasso?

Der Kopf einer jungen Frau von Beamten ergriffen
Quelle: Imgix

Für alle diejenigen, die Pablo Picasso nicht kennen sollten, oder den Namen nur kennen – Pablo Picasso ist einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Er wurde im Jahr 1881 in Malaga in Spanien geboren und er ist das Vorbild und auch der Inbegriff der modernen Kunst. Er war aber nicht nur ein Maler, sondern auch ein Graphiker, Bildhauer und ganz wichtig auch Mitbegründer des Kubismus.

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Bis zu seinem Lebensende erschuf der Künstler mehr als 15.000 Gemälde, Keramiken, Grafiken, Zeichnungen, Plastiken, Skulpturen und vieles mehr. Die letzten 12 Jahre seines Lebens verbrachte er mit seiner Frau nicht in seinem Schloss Vauvenargues in Frankreich, sondern in seinem Herrenhaus im französischen Mougins. Er starb dort im Jahr 1973 im Alter von 91 Jahren.    

Wollen wir aber nun auf die besagte Geschichte zurückkommen. Was war nun mit dem Milliardär und dem Picasso-Gemälde?

Wer war der besagte Milliardär?

Der Milliardär, um den es sich bei dieser Geschichte dreht, heißt Jaime Botin und ist 83 Jahre alt. Er ist ein ehemaliger spanischer Bankier, Milliardär und Kunstsammler. Er besitzt sehr viele Kunstwerke und darunter auch ein Bild, das er wohl verkaufen wollte. Dass dies aber bei manchen Kunstwerken gar nicht so einfach ist, musste Botin schmerzhaft erfahren.

Um welches Bild handelte es sich?

Das Bild, das der Milliardär zu Geld machen wollte, ist das im Jahr 1906 von Picasso gemalte Gemälde „Kopf eines jungen Mädchens“. Wenn man Kunsthistorikern Glauben schenken darf, dann hat das Bild einen sehr entscheidenden Einfluss auf den von Picasso geprägten Kubismus und die Entwicklung der Malerei im 20. Jahrhundert. Das Bild ist von unglaublicher kultureller Bedeutung und darf selbstverständlich nicht so ohne weiteres außer Landes geschafft werden.

Was war seine Intention?

Verhaftet und wegen Schmuggels angeklagt
Quelle: Unsplash

Der Kunstsammler Botin hat sich wohl im Jahr 2015 entschlossen, dieses Meisterwerk in der Schweiz zu verkaufen. Ihm war selbstverständlich bewusst, dass dies aufgrund des spanischen Kulturschutzgesetzes nicht so einfach und unter der Hand geht. Also hat er es sich auf die Fahne geschrieben, das Bild ohne Informationen an die Behörden in das Ausland zu schaffen.

Was hat er also nun gemacht? Botin wollte das Bild mit einer Yacht und dann auf dem Luftweg in die Schweiz schaffen. Er lies also das Kunstwerk auf die Yacht der Bank Santander bringen, die dann damit auf die Fahrt nach Korsika ging. Von dort aus sollte das Bild dann per Flugzeug in die Schweiz gebracht werden.

Warum und wie hat er es getan?

Um das warum zu klären, kommen wir noch einmal auf das spanische Kulturschutzgesetz zurück – ein Verkauf des Bildes ist kein Problem, nur hat die spanische Regierung das Bild im Jahr 2013 mit einem Verkaufsverbot ins Ausland belegt, was bedeutet, dass er das Bild nur an jemanden verkaufen kann, der das Bild weiterhin in Spanien hält. Die Käufer solcher Kunstwerke sitzen aber leider immer öfter in anderen (exotischen) Ländern und verschwinden dann zumeist für immer.

Er lies also das Kunstwerk auf die Yacht bringen – ganz einfach verpackt in Luftpolsterfolie. Die Yacht stach dann in See und machte sich auf die Reise zur französischen Insel Korsika. Botin selbst war nicht an Bord. Von dort sollte dann der Weitertransport per Privatflugzeug in die Schweiz erfolgen.

Wie wurde er erwischt und was war seine Strafe?

Die Zollbehörde erhielt einen anonymen Hinweis über den geplanten Transport des Bildes außer Landes und wartete schon am Hafen Calvi auf Korsika, um die Yacht zu überprüfen. Die Mitarbeiter der Zollbehörde haben das Bild schnell entdeckt. An Bord konnte nur ein Mann aufgefunden werden, der den Inspektoren zwar ein Echtheitszertifikat für das Bild überreichte, aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Das Bild wurde vom Zoll konfisziert und die französischen Behörden warten nun auf einen Antrag Spaniens, um das Bild wieder nach Spanien zurückzuführen.

Botin selbst wurde in Spanien der Prozess gemacht. Seine Strafe ist recht drakonisch. Er erhielt eine 18-monatige Gefängnisstrafe und eine Geldstrafe von 52 Millionen Euro. Pikanterweise ist die Geldstrafe höher als der Wert des Bildes. Es wird davon ausgegangen, dass er die Gefängnisstrafe wegen seines Alters nicht mehr antreten muss. Ob er das Bild zurückerhält, steht noch offen.