Playlist für vier Pfoten

Spotify-Wiedergabelisten für Hunde
Quelle: Pixabay

Der Mensch hört leidenschaftlich gern Musik. Bevor es Elektrizität gab, sang und spielte man diverse Instrumente und die Musik war immer Live und in Farbe. Im 19. und 20. Jahrhundert kamen die Tonträger in Form von Grammophon, Plattenspieler, Kassettenrecorder, Radio, CD, usw. Mitnehmen konnte man seine Musik entweder mit einem Transistorradio, Autoradio und die erste Playlist konnte man auf Kassette aufnehmen und am Walkman oder Ghettoblaster hören. So richtig populär wurden die Wiedergabelisten mit Einzug des iPods. So konnte man für jede Gelegenheit seine Playliste erstellen. Egal ob Joggen, im Handy Casino spielen, Autofahren, Entspannen, Sport treiben, usw. Die passende Musik war und ist immer dabei. Mittlerweile führen wie sie im Smartphone mit, den MP3-Player sind Out.

Was In ist, sind Streamingdienste wie Spotify. Der Dienst hat es vom Start her zu großer Beliebtheit gebracht und hat viele Millionen Abonnenten auf der ganzen Welt. Es gibt eine abgespeckte Gratisversion zum Kennenlernen, aber wenn man das volle Potenzial ausschöpfen möchte, muss man abonnieren.  

Mit einem Abo hat man Zugriff auf viele Millionen Lieder und tausenden von Künstlern. Man kann eine Playlist für alles Mögliche erstellen und, was neu ist, seit kurzem auch für die geliebten Haustiere.

Vier Pfoten wippen zum Beat

Dass Tiere auch gerne Musik hören ist kein Geheimnis. Man sieht es an ihrer Reaktion. Die Bandbreite geht von Klassik, über Pop und Rock, bis hin zu Heavy Metal oder Dance & Trance. Vor vielen Jahren wurde in England ein Experiment mit Kühen durchgeführt. Die University of Leicester untersuchte bei welcher Musik die Kühe am meisten Milch gaben und kamen zum Ergebnis, dass klassische Musik und Lieder von R.E.M. am besten auf die Milchausbeute wirkten. Bei Stücken von unter 100 Beats pro Minute produzierten die Kühe mehr Milch, als an musiklosen Tagen. Bei Liedern mit mehr als 120 Beats pro Minute und bei Liedern von The Beatles fiel das Ergebnis eher mager aus.

Auch Haustiere reagieren gerne auf Musik. Sie entspannen bei Beethoven und werden bei Hardrock oder Trance munter und wach und eventuell rennen sie wie wild durch die Bude.

Spotify und die Suche nach dem Beat

Spotify hat über 5.000 Nutzer in fünf Ländern (Italien, Spanien, USA, Großbritannien und Australien) befragt, die ihren tierischen Begleitern Musik vorspielen und fand folgendes heraus:

71% der Haustierbesitzer haben ihren Lieblingen schon mal Musik vorgespielt. 8 von 10 Herrchen und Frauchen glauben, dass ihren pelzigen Gefährten Musik gefällt und dass die Haustiere eher zu Klassik und Soft-Rock tendieren. 69% der Besitzer singen ihren Lieblingen etwas vor, während 57% mit ihren Haustieren tanzen. Fast einer von fünf Besitzern hat seinem tierischen Begleiter einen Namen eines Musikers oder einer Band gegeben. Die Top 5 lautet: Bob Marley, Elvis, Freddie Mercury, Bowie und Ozzy. Die meisten Haustierbesitzer glauben, dass Musik Stress abbaut, das Glücklichsein fördert und den Tieren Gesellschaft leistet. 55% der Befragten glauben, dass die Tiere die gleiche Musik mögen wie sie. 53% der Besitzer würden sich für ihr Haustier anstatt den Partner entscheiden, würden sie wählen müssen und 84% sagen, dass ihr kleiner Begleiter ihr Leben erfüllt.

Musik für Katzen
Quelle: Pixabay

Das Erstellen einer Playlist für die kleinen Racker

Als allererstes muss man ein Konto auf Spotify erstellen falls man keines hat, oder sich anmelden falls man eines hat und dann hier klicken und ein paar Fragen beantworten.

Die erste Frage lautet, welches der folgenden fünf Haustiere man hat: Hund, Katze, Hamster, Leguan oder Vogel. Dann „Ist es neugierig oder phlegmatisch?“ und „Ist es lebendig oder ruhig?“ Danach kann man ein Foto samt Namen des geliebten Haustieres hochladen und warten, bis das Programm eine Playlist erstellt hat. Die Wiedergabeliste wird anhand des Tieres und dessen Charaktereigenschaften zusammengestellt. Nach wenigen Augenblicken spuckt Spotify eine Playlist heraus, die ihrem Haustier hoffentlich gefällt.

Podcast für Hunde

Wenn Sie in Großbritannien oder den USA leben oder ihr Hund des Englischen mächtig ist, könnten Sie ihm einen Podcast speziell für Hunde vorspielen. Spotify bietet Podcasts mit Namen wie: The Tail Begins und Pup Fiction, die jeweils fünf Stunden lang sind und beruhigende Musik beinhalten und von Sprechern mit einer sanften Stimme gesprochen werden. Diese Podcasts sollen dem Vierbeiner Gesellschaft leisten, wenn der Besitzer nicht zu Hause ist.

Ob und was Waldi versteht, ist leider nicht erforscht worden. Tatsächlich scheinen Hunde beim Hören von klassischer Musik weniger zu bellen.

Ausprobieren und selber herausfinden ist die Devise. Vielleicht gefällt auch Ihnen einer dieser Podcasts oder die Playlist für Ihr Haustier und Sie wippen gemeinsam zum Beat.